Danas Kolumne Archive

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Exklusiv: Jet-Setting mit Travolta

Eines der interessanten Dinge am Leben in L.A. ist, dass man hier wirklich in einer Stadt mit Stars wohnt. Und das sind eben meist nicht irgendwelche Möchtegern-Sternchen, sondern echte Weltstars.

Heute wurde ich bei meiner Ankunft am Flughafen LAX am Executive Terminal von einem Aufgebot von Leibwächtern und einer Limo begrüßt. Leider warteten die nicht auf mich, sondern auf John Travolta. Wie sich herausstellte, hatte der nämlich dort seine historische Boing 707 “geparkt” und war kurz davor, nach Brisbane abzuheben. Travolta hat enge Beziehungen zur australischen Fluglinie Qantas und wird dem 90. Jubiläum der Gesellschaft beiwohnen.
Travoltas Flugzeug wurde, wie man unschwer erkennen kann, einst von Qantas in Auftrag gegeben, damals, im Jahre 1964. In den Siebziger Jahren gehörte das Flugzeug übrigens Frank Sinatra.

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Das Babel von Los Angeles


Los Angeles ist ein Potpourri von Menschen aus aller Welt. Laut Statistik werden über 200 verschiedene Sprachen gesprochen – und, ganz klar, Dialekte von Amerikanern aus den gesamten USA.

Kylie z.B., eine typische Südstaatlerin, stammt aus West Virginia und lebte eine zeitlang in Alabama – bis sie nach einem Abstecher in Miami nach L.A. zog: “Honey, ääh’m fixin’ to get me some päääh…” (Honey, ich hab’ total Lust auf Kuchen.)
Leute aus der Gegend des Mittleren Westens, darunter z.B. Illinois, Michigan und Indiana, sprechen den betont nasalen ‘Midwestern Twang’:“I am from Schiceehhgo.” Stellen Sie sich eine Katze vor, deren Augen sich, während sie eindringlich miaut, zu kleinen Schlitzen formen. Genau, und dann sagen Sie “Chicago”. Bitte nicht vergessen, durch die Nase zu sprechen. Es wird gemunkelt, dass die zahlreichen osteuropäischen Einwanderer diesen Dialekt geprägt haben.

Der New Yorker Dialekt wird hier in Kalifornien als ziemlich derb empfunden:
“Yo man, I’m a New Yooohhhker. Whatt the f*** yo loocking at?”
Und die Kalifornier schliesslich sprechen oft mit langgezogenen Vokalen: “Oh my gawd, kewl, like the most amazing thing I’ve ewa seeen.”

Unsere Südstaatlerin Kylie jedenfalls liebt es, in L.A. zu wohnen. Nur eines trübt ihre Freude: der ewige Stau und die Fahrweise der Angelenos.
Da wird auf den Autobahnen mit 120 km/h (von wegen Geschwindigkeitsbegrenzung) von hinten so dicht aufgefahren, dass ein Streichholz dazwischenpasst. Das, so meint sie, sei ihr zuhause nie passiert.

Tja, die Lebensweise in L.A. ist eben manchmal schneller als die Polizei erlaubt. Und obwohl das meist sonnige Wetter für eine entspannte Grundstimmung sorgt, gibt es wohl nirgendwo größere Egos als hier.

Mal ehrlich, hätten Sie etwas anderes von Hollywood erwartet?

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Hitzewelle: L.A. ist ein Ofen


Es war einer der kühlsten Sommer seit 30 Jahren – und nun stöhnt Los Angeles unter der sengenden Hitze.
In Downtown LA wurden diese Woche mit 113 Fahrenheit, das sind umgerechnet 45 Grad Celsius, Rekordtemperaturen gemessen. Es war die höchste Temperatur seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen in Downtown L.A. im Jahre 1877.

Tatsächlich herrschen in Kalifornien normalerweise gemäßigtere Temperaturen: von Mai bis Oktober messen wir durchschnittlich 30 Grad Celsius und in den Winter- und Frühjahrmonaten um die 20-25 Grad.
Immerhin haben wir hier eine “trockene” Hitze, denn, wie Sie sicher wissen, liegt Kalifornien gleich um die Ecke der Mohave Wüste, die sich bis nach Las Vegas und Arizona erstreckt.
Falls Sie bei solchen Temperaturen jemals in Chicago oder Florida landen sollten – herzliches Beileid, und willkommen in der Dampfsauna: 5 Minuten nach einer eiskalten Dusche sind sie wieder in Schweiß gebadet.

Aber vielleicht sind es ja nur meine ägyptischen Gene, die es mir leichter machen, mit dem trocken-heißen Klima fertig zu werden. Stecken Sie mich auf ein Kamel in der Wüste und ich bin happy. Eine kühle Blonde würde dagegen möglicherweise eine Dampfsauna ganz prima finden.

Die hohen Temperaturen führen natürlich dazu, dass hier ununterbrochen die Klimaanlagen laufen – und das führt zu Stromausfällen. Der Stromversorger “Southern California Edison” allein hat am Montag 30.000 Stromausfälle wegen Überlastung gemeldet.
Eines der Opfer war die hübsche junge Frau in Rock und Tanktop, hinter mir an der Kasse eines Getränkeladens in El Segundo: “Die Klimaanlage ist bei uns im Büro ausgefallen”, klagte sie. “Es war wie in der Mikrowelle. Wir haben versucht, uns mit Ventilatoren und offenen Türen zu helfen.”

Es wird erwartet, dass die Hitzewelle noch mindestens zwei weitere Tage anhält.

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Hollywood vor, noch ein Tor

Amerika ist im Fußball-Fieber. Naja, zugegeben – nicht ganz, aber Fußball, hierzulande “Soccer” genannt, hat ganz eindeutig an Beliebtheit dazugewonnen.

Man nehme nur das Spiel USA-Slowenien. Den Amerikanern blieb ein glorreiches 2:3 verwehrt. Warum? Nun, da hatte doch der aus Mali stammende Schiedrichter Koman Coulibaly ein Tor der USA nicht gelten lassen – und keiner kann sagen, was sich der gute Mann dabei gedacht hatte. Die Slowenen hatten nämlich ganz eindeutig ein paar der amerikanischen Spieler am Schlawittchen festgehalten – und, wie durch ein Wunder, hatten es diese dennoch geschafft, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Und dann? Jawohl, der Schiedsrichter pfiff das Tor zurück.

Mann, ist das ungerecht. Das ist, als wenn zwei Geschwister miteinander streiten und der, der vom Bruder versohlt wird, kriegt noch eine extra Backpfeife von der Mutter, während der Bösewicht belohnt wird.
Sowas kann schon richtige traumatische Auswirkungen haben. Und genau so fühlten sich denn auch die Amis: traumatisiert.

Da wurde gerätselt, ob der Schiedsrichter, der ja aus Mali stammt, vielleicht Muslim ist und irgendwas gegen Amerika hat. Dabei hätte der Mann ja vielleicht nur eine Brille gebraucht, wer weiß…? Ich sage es doch, dass man als Folge von so etwas paranoid wird, ist doch kein Wunder.

Die Washington Post Mehr…!

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Elvis lebt!

Ich traf Elvis auf dem Weg zum Griffith Park Conservatory, der Sternwarte von Los Angeles. Er saß in einem alten Mehr…!

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Schon amerikanisiert? Besuch in Deutschland

Im Sommer dieses Jahres habe ich mal wieder Deutschland einen meiner seltenen Besuche abgestattet.
Ich liebe die Natur und Kultur in Deutschland, aber leider, leider fehlt mir der Abstand, der nötig ist, um dieses Land mit Kinderaugen bestaunen zu können. Nur dieser Abstand zu einer Umgebung, die gleichzeitig neu und aufregend ist, sorgt doch dafür, dass man wirklich abschalten kann und erneuert aus einem Urlaub zurückkehrt.

Nein, entspannen kann ich mich tatsächlich besser “zu Hause” in Los Angeles – oder eben woanders innerhalb oder außerhalb der USA.
Wenn ich Leuten, die ich in Deutschland treffe, erzähle, dass ich in Los Angeles wohne, sind die Reaktionen darauf gemischt.

Szene des Geschehens: Familientreffen in einem Kölner Restaurant, wo ich mich mit einem Freund/Ex-Kollegen einer Tante unterhielt, einem ehemaligen Lehrer.

Weißhaarig, großgewachsen mit Oberlippenbart und Brille, gab er mir charmant aber mit Nachdruck seine Sicht der USA zu verstehen. Ich lernte, dass die USA ein Land ist, in dem es sehr schwierig ist zu leben, weil es keine verlässliche Gesundheitsversorgung gibt. Dass Menschen ihr Zuhause verlieren und auf der Straße leben müssen, weil sie sich verspekuliert haben. Und, ob ich denn etwa Hamburger esse? Ja, meinte ich grinsend, manchmal schon, besonders die von “Carl’s Junior”. Mißbilligend schüttelte er den Kopf.
Ich fragte ihn, ob er schon mal in den USA war. “Nein”, meinte er.

Ich war wieder mal erstaunt.

Also, hier mal eben ein Update.
Erstens: Wir haben hier Mehr…!

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Leben in Amerika–Queen Bee aus Hollywood

Ort des Geschehens: Eine Autowaschanlage in Hollywood.

Ich sitze auf einer der Bänke, die die Waschanlage für ihre Kunden aufgestellt hat, unter einem riesigen Sonnenschirm. Das Leben ist schön. Mein Blick schweift auf die Bank neben mir, auf der es sich eine typische Hollywood-Tante bequem gemacht hat: etwa 60 Jahre alt, aufgespritzte Lippen, blondiertes, auftoupiertes Haar, die Falten maskenhaft gestrafft nach der x-ten Schönheits-OP. Sie trägt unzählige Ringe am Finger, ihre Armreifen klirren bei jeder Bewegung. Sie telefoniert natürlich, an ihrem Ohr ein pinkfarbenes, mit Strass-Steinchen besetztes Handy. Ich lächle. Hollywood-Tussen Klischee pur.

Neben der Lady lärmt eine Gruppe 16-jähriger: Drei Jungs und ein Mädchen. Sie machen Witze und fühlen sich ganz offensichtlich richtig cool: schwarze, hautenge Hosen, Nieten, ihre Haare in dem Stil, den man in den Achtzigern als “New Wave” bezeichnet hat—der nun aber “Emo”* genannt wird. Gleiche Mode, neuer Name.

Gerade, als ich mich in eine Zeitschrift vertiefen will, stößt die Hollywood-Tante einen schrillen Schrei aus: “A beee! Really close to your face…!” (“Eine Biiiiene! Ganz nah an Ihrem Gesicht…!”)

Ich gucke neben mich und sehe eine Hummel. “So what…?” (Na, und…?”) fange ich gerade an zu erwidern, als die Hummel sich auf den Weg zu ihr macht. “Iiiihhh”, kreischt sie. “Was ist los? Es ist bloß eine Hummel…”, fange ich an, aber sie hört mich nicht, denn sie ist bereits aufgestanden und fängt an, nach dem Tierchen zu schlagen… woraufhin das Insekt seinen Flugkurs ändert und sich auf den Weg zu dem Emos macht. Bei denen ist sofort jegliche Coolness vergessen. Sie wedeln wild mit den Armen, springen herum wie von Sinnen und kreischen in Panik.

Mein Auto ist fertig und strahlt in der Sonne. Kopfschüttelnd und lachend verlasse ich die Szene. Ich kann mich des Impulses nicht erwehren, diese Hummel gern vor diesen Leuten retten zu wollen. Wo sind die bloß aufgewachsen? Hat denen niemand gesagt, dass Hummeln einem nichts tun, wenn man nicht nach ihnen schlägt? Man sollte sie nur nicht runterschlucken. Aber bei so einem Theater wird es tatsächlich wahrscheinlicher, dass einem so ein Ding in den offenen Mund fliegt.

*Emo kommt von dem Wort “Emotion” und die Anhänger dieser Mode-Erscheinung betrachten dies als Lebensstil, der mit den Worten emotional, sensitiv, scheu, introvertiert, ängstlich und depressiv beschrieben wird. Jawohl.

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Popkultur: Straßenkunst in L.A.

Sieben Jahre Berlin haben meinen Blick für “Graffiti-Kunst” geschärft. Schließlich ist Deutschlands Hauptstadt in dieser Hinsicht ein Eldorado.
In Los Angeles ist “Graffiti” ebenfalls hier und da vertreten – nicht so oft wie in Berlin, aber immerhin.

Mr. Brainwash ist einer der Künstler, deren Mehr…!

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Neujahrsgrüße aus Chicago

chicago

Können Sie es glauben, dass schon wieder ein Jahr vorüber ist? Zeit ist wirklich eine Art abstrakte Maßeinheit.

Wie auch immer, 2010 ist die neue Jahreszahl, und ich sitze in Chicago auf Verwandtschaftsbesuch.
Chicago ist eine superschöne Stadt, die fast europäisch wirkt, insbesondere im Vergleich zu Los Angeles, das wie eine Ansammlung von kleinen Dörfern anmutet und wo fast jeder Stadtteil seinen eigenen Charme hat. Man denke nur an Mehr…!

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Leben in Amerika: Vom Auswandern und Umziehen

Wenn man fern der Heimat in einem anderen Land lebt, gibt dies einem die Möglichkeit, sein Heimatland mit anderen Augen zu betrachten. Man sieht über den Tellerrand hinaus, denn, um es mal so zu sagen, man “steigt aus seiner alten Suppe” und sieht, welche anderen Möglichkeiten und Lebensweisen es gibt.

Ich erinnere mich noch daran, wie ich einst eine neue Idee in meinem Bekanntenkreis in Berlin vorgestellt hatte. Ich wollte damals unbedingt ein Internet-Portal für Musiker starten. Musik war für mich damals das beste Kommunikationsmittel überhaupt.
Ich erzählte zwei Bekannten davon, die mich damals besucht hatten. Einer meinte: “Ja, aber denk’ doch mal daran, wieviel Aufwand dazu nötig ist. Und dann hast du keine Erfahrung mit dem Online-Business. Wie willst du denn damit Geld machen? Ich glaube nicht, dass das funktionieren kann.”
Der andere war geschockt über die entmutigenden Äußerungen seines Freundes. “Du kannst doch nicht…ich fasse es nicht. Wenn jemand eine Idee hat, kannst du die doch nicht von vornherein schlecht machen. Woher willst du denn wissen, ob das klappt oder nicht? Und selbst wenn diese Idee nicht klappt, wer weiß, was sich alles daraus ergeben kann? Mann, ich verstehe dich nicht.” Und er erzählte mir von seinem Traum: eine internationale Internet-Galerie für Künstler.

Wir verloren uns ein paar Jahre lang aus den Augen und Mehr…!

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