Latest Headlines
2

Wohnen in Los Angeles


Erstveröffentlichung: Neue Westfälische Zeitung Oktober 2010

Millionen-Dollar Villen der Stars und glamouröse Premieren – das ist das Bild, das die Welt von Hollywood hat. Dabei wird oft vergessen, dass Hollywood nur einer von vielen Stadtteilen in Los Angeles ist.
Mit rund 4 Millionen Einwohnern in der Stadtregion und etwa 18 Millionen in der erweiterten Metropolregion ist diese Stadt ein Mammut. Dennoch wird sich dem Besucher der Eindruck vermitteln, Los Angeles sei eine Ansammlung von zahllosen Dörfern.

Der Stadtkern besteht aus 10 Bezirken, die sich in insgesamt 286 “Neighborhoods”, Nachbarschaften, aufteilen. Wenn sich Leute in Los Angeles zum ersten Mal treffen, gehört die Frage “In welchem Stadtteil wohnen Sie?” zu den wohl häufigsten. Sage mir wo du wohnst und ich sage dir, wer du bist.

West Los Angeles, oder wie es hier heißt, die “Westside”, ist mit insgesamt 63 Nachbarschaften der Bezirk mit den weltweit bekanntesten Gegenden: Santa Monica gehört dazu, ebenso wie Venice Beach, Beverly Hills, Malibu und Bel Air.

South L.A. dagegen, früher “South Central” genannt, ist ein Synonym für Gang-Kultur und tägliche Schießereien. Von dort stammen zahlreiche Rapper, die den Sprung in die weltweiten Musikcharts geschafft haben, darunter Ice Cube, Snoop Dog und Dr. Dre.

Wenn ein Europäer den Namen “Downtown” hört, denkt er an Wolkenkratzer und teure Bankenviertel. In Los Angeles jedoch dürfte diese Erwartung enttäuscht werden, denn “teuer” ist diese Gegend nicht.
Hier gibt es den “Fashion District”, ein Geheimtipp für jeden, der sich spottbillig mit modischer Kleidung eindecken will. Ein paar Ecken weiter befindet sich “Skid Row”, das sich über eine Länge von rund 11 km² erstreckt. Dort fahren täglich Schulbusse vor, die die zahlreichen Kinder einsammeln, die mit ihren Eltern in Zelten auf der Strasse oder in Billig-Unterkünften wohnen.
Unweit davon jedoch, in der Gegend um Little Tokyo, halten nach und nach die Hipster Einzug und kaufen Lofts in umgebauten Gebäudekomplexen, die einst Fabriken waren.

Wohnungen aus dem alten Hollywood der wilden Zwanziger Jahre findet man vor allem entweder in der Gegend um Carthay Square, Larchmont und Silverlake, einem Bezirk unweit von Downtown. Mieter seien jedoch gewarnt: obwohl wunderschön anzusehen, ist Schalldämmung in diesen Gebäuden so gut wie garnicht vorhanden.

Küche in Hollywood

Küche in Hollywood

Und die Gegend um den Hollywood Boulevard, das Mekka der Touristenattraktionen, ist ein Anziehungspunkt für den Besucher, der gern in Andenkenläden stöbert und Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett besucht. Zum Wohnen empfiehlt sich alles westlich von La Brea Boulevard (hier in den USA orientiert man sich nach den Himmelsrichtungen;) – das ist ein Bezirk, der West Hollywood genannt wird. Man ist dort mittendrin im Zentrum von allem und kann zudem eine relativ grüne Umgebung genießen. Viele sagen es ist die perfekte Wohngegend.

Hoch über allem schließlich thronen die Hollywood Hills. Dort führen enge, verschlängelte Gassen zu den Häusern der Stars, die inzwischen die Anonymität schätzen. Falls es der Geldbeutel erlaubt, kann man sich dort ein Haus kaufen oder mieten und Nachbar von Minnie Driver, Christina Applegate, Morgan Fairchild, Billy Idol oder Gwen Stefani werden.

 

Hollywood Hills

2

Erwachsen geworden: Mode aus Los Angeles

Darf ich vorstellen: Tatyana Peter, Mode-Designerin aus Los Angeles. Tatyana entwirft Mode, die man zweifellos als romantisch und sehr weiblich bezeichnen kann.

Ihre Mode erinnert an Zeiten, die wir Frauen wohl noch gut aus unserer Schulzeit kennen: damals, als wir zusammen mit Freundinnen im Kleiderschrank einer schicken Mutter wühlten und gemeinsam vor dem Spiegel für den großen Auftritt des Erwachsenseins probten: Federboas, Stöckelschuhe, Satin-Handschuhe, Schleierhüte…

Inzwischen ist dieser Sinn fürs Glamouröse der Realität gewichen: ständig unterwegs, muss die Kleidung im besten Fall zwar chic, aber zweckmäßig sein. Tatyanas Kleider inspirieren, diesem Mädchen von damals wieder eine Stimme zu geben, es zu genießen, ein unerhört weibliches Keid zu tragen und den Stolz zu spüren, der uns damals, verpackt als freudige Vorahnung, etwas vermittelte, was da kommen sollte: Das Gefühl, dass es doch unheimlich klasse ist, eine Frau zu sein.

Und damit geht schließlich die Erkenntnis einher, dass wir heute tatsächlich genau da angekommen sind, worauf wir uns damals so gefreut haben.

0

Exklusiv: Jet-Setting mit Travolta

Eines der interessanten Dinge am Leben in L.A. ist, dass man hier wirklich in einer Stadt mit Stars wohnt. Und das sind eben meist nicht irgendwelche Möchtegern-Sternchen, sondern echte Weltstars.

Heute wurde ich bei meiner Ankunft am Flughafen LAX am Executive Terminal von einem Aufgebot von Leibwächtern und einer Limo begrüßt. Leider warteten die nicht auf mich, sondern auf John Travolta. Wie sich herausstellte, hatte der nämlich dort seine historische Boing 707 “geparkt” und war kurz davor, nach Brisbane abzuheben. Travolta hat enge Beziehungen zur australischen Fluglinie Qantas und wird dem 90. Jubiläum der Gesellschaft beiwohnen.
Travoltas Flugzeug wurde, wie man unschwer erkennen kann, einst von Qantas in Auftrag gegeben, damals, im Jahre 1964. In den Siebziger Jahren gehörte das Flugzeug übrigens Frank Sinatra.

0

Das Babel von Los Angeles


Los Angeles ist ein Potpourri von Menschen aus aller Welt. Laut Statistik werden über 200 verschiedene Sprachen gesprochen – und, ganz klar, Dialekte von Amerikanern aus den gesamten USA.

Kylie z.B., eine typische Südstaatlerin, stammt aus West Virginia und lebte eine zeitlang in Alabama – bis sie nach einem Abstecher in Miami nach L.A. zog: “Honey, ääh’m fixin’ to get me some päääh…” (Honey, ich hab’ total Lust auf Kuchen.)
Leute aus der Gegend des Mittleren Westens, darunter z.B. Illinois, Michigan und Indiana, sprechen den betont nasalen ‘Midwestern Twang’:“I am from Schiceehhgo.” Stellen Sie sich eine Katze vor, deren Augen sich, während sie eindringlich miaut, zu kleinen Schlitzen formen. Genau, und dann sagen Sie “Chicago”. Bitte nicht vergessen, durch die Nase zu sprechen. Es wird gemunkelt, dass die zahlreichen osteuropäischen Einwanderer diesen Dialekt geprägt haben.

Der New Yorker Dialekt wird hier in Kalifornien als ziemlich derb empfunden:
“Yo man, I’m a New Yooohhhker. Whatt the f*** yo loocking at?”
Und die Kalifornier schliesslich sprechen oft mit langgezogenen Vokalen: “Oh my gawd, kewl, like the most amazing thing I’ve ewa seeen.”

Unsere Südstaatlerin Kylie jedenfalls liebt es, in L.A. zu wohnen. Nur eines trübt ihre Freude: der ewige Stau und die Fahrweise der Angelenos.
Da wird auf den Autobahnen mit 120 km/h (von wegen Geschwindigkeitsbegrenzung) von hinten so dicht aufgefahren, dass ein Streichholz dazwischenpasst. Das, so meint sie, sei ihr zuhause nie passiert.

Tja, die Lebensweise in L.A. ist eben manchmal schneller als die Polizei erlaubt. Und obwohl das meist sonnige Wetter für eine entspannte Grundstimmung sorgt, gibt es wohl nirgendwo größere Egos als hier.

Mal ehrlich, hätten Sie etwas anderes von Hollywood erwartet?

0

Hitzewelle: L.A. ist ein Ofen


Es war einer der kühlsten Sommer seit 30 Jahren – und nun stöhnt Los Angeles unter der sengenden Hitze.
In Downtown LA wurden diese Woche mit 113 Fahrenheit, das sind umgerechnet 45 Grad Celsius, Rekordtemperaturen gemessen. Es war die höchste Temperatur seit Beginn der Temperatur-Aufzeichnungen in Downtown L.A. im Jahre 1877.

Tatsächlich herrschen in Kalifornien normalerweise gemäßigtere Temperaturen: von Mai bis Oktober messen wir durchschnittlich 30 Grad Celsius und in den Winter- und Frühjahrmonaten um die 20-25 Grad.
Immerhin haben wir hier eine “trockene” Hitze, denn, wie Sie sicher wissen, liegt Kalifornien gleich um die Ecke der Mohave Wüste, die sich bis nach Las Vegas und Arizona erstreckt.
Falls Sie bei solchen Temperaturen jemals in Chicago oder Florida landen sollten – herzliches Beileid, und willkommen in der Dampfsauna: 5 Minuten nach einer eiskalten Dusche sind sie wieder in Schweiß gebadet.

Aber vielleicht sind es ja nur meine ägyptischen Gene, die es mir leichter machen, mit dem trocken-heißen Klima fertig zu werden. Stecken Sie mich auf ein Kamel in der Wüste und ich bin happy. Eine kühle Blonde würde dagegen möglicherweise eine Dampfsauna ganz prima finden.

Die hohen Temperaturen führen natürlich dazu, dass hier ununterbrochen die Klimaanlagen laufen – und das führt zu Stromausfällen. Der Stromversorger “Southern California Edison” allein hat am Montag 30.000 Stromausfälle wegen Überlastung gemeldet.
Eines der Opfer war die hübsche junge Frau in Rock und Tanktop, hinter mir an der Kasse eines Getränkeladens in El Segundo: “Die Klimaanlage ist bei uns im Büro ausgefallen”, klagte sie. “Es war wie in der Mikrowelle. Wir haben versucht, uns mit Ventilatoren und offenen Türen zu helfen.”

Es wird erwartet, dass die Hitzewelle noch mindestens zwei weitere Tage anhält.

2

Weise, wilde Frau: U.S. Kräuterexpertin Susun Weed

Die U.S.A. haben nicht nur Rock n’ Roll, Hamburger und Hollywood zu bieten. Es gibt hier auch Leute, die im Einklang mit der Natur leben. Susun Weed zum Beispiel. Kräuterfrau, Buchautorin, und Verfechterin natürlicher Lebensweisen.

Weed studiert Kräuter seit mehr als 35 Jahren. Ihre Bücher sind internationale Bestseller: sie informieren über heilsame Pflanzen in Zeiten, die Meilensteine im Leben einer Frau darstellen, darunter die Zeit der Schwangerschaft und der Wechseljahre.
Weed lehrt den “Weg der weisen Frauen.” Wie wird man denn weise, Susun?

Weisheit kommt von Mehr…!

0

Bobbe Joy: Eine Eyebrow-Königin in Hollywood

Bobbe Joy Dawson arbeitet seit mehr als 20 Jahren als Visagistin in Film und Fernsehen und hat ihr eigenes Make-up Studio in Los Angeles. Sie schminkt Stars für die Grammys, die Academy Awards, für private Events, verkauft ihnen Produkte aus ihrer eigenen Kosmetiklinie oder, wie ihr Beiname ‘Eyebrow-Königin von Hollywood’ schon sagt: gibt Gesichtern mit ihrem fachgerechten Augenbrauen-Styling den perfekten Rahmen.

Sie wollen Namen, mit denen Bobbe Joy bisher gearbeitet hat? Bitte schön: Lucy Liu, Helen Hunt, Heather Locklear, Drew Barrymore, Scarlett Johansson, Gwen Stefani, Kate Hudson, Salma Hayek und Charlize Theron, um nur einige zu nennen.

Ich sprach mit Bobbe über Mehr…!

0

Mode: The Leathergirls


SNTV – Stars in Leder by SplashNewsDE

Stimme & Text: Dana Heidner

Es muss ja nicht gleich “Bondage” sein…
Schwarzes Leder ist  “in” in Hollywood – zum Beweis sehen Sie ein paar Superstars und Sternchen in edlen, aber sexy Outfits. Wer weiß, vielleicht inspiriert Sie das ja beim nächsten Einkaufsbummel? Leder ist immer cool – und die Farbe schwarz sowieso.

0

Am Set von “Transformers 3″ in Chicago


SNTV – Exklusiv: Transformers am Set by SplashNewsDE

Stimme & Übersetzung: Dana Heidner

Klappe halten und arbeiten? Nicht für Megan Fox.
Ein kleines Vögelchen (mit anderen Worten: ein Informant) hat es mir zugezwitschert: Megan Fox und Regisseur Michael Bay beschimpften sich am Set von Transformers 3 lautstark hinter verschlossenen Türen und die ganze Crew war Zeuge. Nach Auskunft meines Informanten wurden die Dreharbeiten dadurch öfters verzögert und die Crew musste warten, bis die beiden ihren Streit beendet hatten – bis das Ganze wieder von vorne losging. Der Regisseur sieht sich inzwischen angeblich nach Ersatz für Megan um.

0

Hollywood vor, noch ein Tor

Amerika ist im Fußball-Fieber. Naja, zugegeben – nicht ganz, aber Fußball, hierzulande “Soccer” genannt, hat ganz eindeutig an Beliebtheit dazugewonnen.

Man nehme nur das Spiel USA-Slowenien. Den Amerikanern blieb ein glorreiches 2:3 verwehrt. Warum? Nun, da hatte doch der aus Mali stammende Schiedrichter Koman Coulibaly ein Tor der USA nicht gelten lassen – und keiner kann sagen, was sich der gute Mann dabei gedacht hatte. Die Slowenen hatten nämlich ganz eindeutig ein paar der amerikanischen Spieler am Schlawittchen festgehalten – und, wie durch ein Wunder, hatten es diese dennoch geschafft, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Und dann? Jawohl, der Schiedsrichter pfiff das Tor zurück.

Mann, ist das ungerecht. Das ist, als wenn zwei Geschwister miteinander streiten und der, der vom Bruder versohlt wird, kriegt noch eine extra Backpfeife von der Mutter, während der Bösewicht belohnt wird.
Sowas kann schon richtige traumatische Auswirkungen haben. Und genau so fühlten sich denn auch die Amis: traumatisiert.

Da wurde gerätselt, ob der Schiedsrichter, der ja aus Mali stammt, vielleicht Muslim ist und irgendwas gegen Amerika hat. Dabei hätte der Mann ja vielleicht nur eine Brille gebraucht, wer weiß…? Ich sage es doch, dass man als Folge von so etwas paranoid wird, ist doch kein Wunder.

Die Washington Post Mehr…!

Page 7 of 10« First...56789...Last »